FAQ

Lasst eure Fantasie erblühen

Lasst eure Fantasie erblühen

Warum schreibst du? (ausführliche Antwort)
Weil ich es liebe. Das mag simpel sein, aber so ist es. Im Schreiben kann ich mich entfalten. Ich kann Dinge von mir zeigen, die kein Mensch sieht. Ich kann ich selbst sein.
Und während ich etwas von mir zeige, kann ich auch andere Menschen unterhalten und ihnen Geschichten erzählen. Ich kann Teile meiner Fantasie mit ihnen teilen, ihnen Emotionen vermitteln und ihnen Reaktionen entlocken. Die können ruhig auch negativ sein, die Hauptsache ist, dass man etwas empfindet, wenn man etwas liest, das aus meiner Feder stammt.
Und natürlich hoffe ich, dass ich mit meinen Geschichten auch zum Nachdenken anregen kann. Ich will keine idealen Wege vorgeben, aber zumindest Anstöße zur Selbstreflexion geben.

Warum willst du Lektorin sein?
Weil ich Geschichten liebe und anderen Autoren dabei helfen möchte, ihre Werke weiterzuentwickeln und zu verbessern. Sinnfehler und unlogische Charaktere bzw. deren Handlungen finde ich besonders schlimm, darum lege ich darauf sehr viel Wert beim Lesen und Lektorieren. Außerdem sollten Bücher so wenig Rechtschreib- und Grammatikfehler wie möglich beinhalten. (Man übersieht ja doch hin und wieder etwas oder kann sich anhand der Rechtschreibreform oder der Duden-Empfehlung darüber streiten.)

Autorin und Lektorin gleichzeitig sein – geht das?
Ja, natürlich. Man hat so zwei verschiedene Sichtweisen auf Geschichten. Man versteht als Lektor die Autoren, mit denen man zusammenarbeitet, viel besser und kann sich in sie hineinversetzen. Man findet auch leichter Kompromisse, da man um die Schwierigkeit weiß, Texte radikal zu überarbeiten – und wie ungern viele Autoren ihre Geschichten umschreiben.
Andererseits sieht man sich selbst als Autor auch viel kritischer. Es fällt leichter, die eigene Geschichte zu überarbeiten, weil man erkennt, wo die Fehler liegen. Auch komische Formulierungen oder Rechtschreibfehler fallen mir deutlicher auf als früher. Mein Lektor-Blick hilft mir zwar nicht (oder kaum) beim Schreiben an sich, jedoch deutlich bei der Überarbeitung.

Warum sind deine Preise so niedrig?
Da ich (noch) nicht auf dieses Einkommen angewiesen bin, kann ich diese Möglichkeit guten Gewissens anbieten. Außerdem weiß ich, dass ich nicht die Erfahrung eines Lektors habe, der jahrelang in Buchverlagen oder selbstständig gearbeitet hat. Das bedeutet nicht, dass meine Arbeit deshalb schlechter ist, aber ich will meine Leistungen nicht mit deren vergleichen.
Abgesehen davon ist mein Blickwinkel ein wenig anders, weil ich mit all den Formen der Veröffentlichung abseits von großen Verlagen aufgewachsen bin. Ich weiß, wie schwer es für Selfpublisher und kleinere Verlage ist, das nötige Geld für Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung usw. aufzubringen. Man gibt oft mehr aus, als man verdient und fährt Verluste mit einem Hobby ein, das man gerne zum Beruf machen würde. Das kann entmutigend sein.
Darum will ich Autoren und Verlegern die Chance geben, für wenig Geld ihre Träume zu leben. So, wie ich es hoffentlich auch irgendwann tun kann.

Hast du schon Entscheidungen als Autorin getroffen, die du irgendwann bereut hast?
Eindeutig ja. Dass ich versucht habe, meinen ersten Roman zu veröffentlichen, war meine erste Fehlentscheidung. Heute bin ich froh, dass ich es nicht geschafft habe. Weder ich noch die Geschichte war so weit (mit fünfzehn Jahren eigentlich nicht verwunderlich).
Später kam ich in eine Phase, wo ich unbedingt wieder etwas veröffentlichen wollte nach einiger Zeit der Flaute. Auch auf diese Zeit blicke ich kritisch zurück.
Aber das liegt in der Vergangenheit. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt – und inzwischen weiß ich auch, wie wichtig Recherche für die Veröffentlichung sein kann 😉